Verkehrspolitik in Kochel

19. April 2015

Beim Stammtisch der Kocheler SPD zum Thema Verkehr kam es am 15.04. im Gasthof Waldtraud zu intensiven Diskussionen zu einer Vielzahl von Problem-Punkten die zum Teil auch von betroffenen Bürgern angesprochen wurden

Beim Stammtisch der Kocheler SPD zum Thema Verkehr kam es am 15.04. im Gasthof Waldtraud zu intensiven Diskussionen zu einer Vielzahl von Problem-Punkten die zum Teil auch von betroffenen Bürgern angesprochen wurden.

Thomas Weißenborn referierte wie immer kompetent und bestens informiert über die Themen Zuglärm, Busanschlüsse und Schienen-Ersatzverkehr und brachte den interessanten Vorschlag ein, in Zukunft in das Gewerbegebiet Pessenbach einen Ortsbus einzusetzen und dafür die Linie 9612 nach Bad Tölz nicht mehr durch das Gewerbegebiet zu führen. Durch das Einsparen dieser zeitraubenden Schleife wird die Verbindung nach Tölz wieder beschleunigt und der Fahrplan für einen extra Mini- oder Midi-Bus zwischen Kochel und Gewerbegebiet kann wesentlich besser an die Bedürfnisse der Kunden und Mitarbeiter im Gewerbegebiet angepasst werden.

Betroffene Anlieger brachten ihre Klagen zum Verkehrslärm und Stau in der Ortsmitte, insbesondere zu dem „sommerlichen“ Lärm und den Risiken durch ganze Motorrad-Rudel ein. Es bestand Einigkeit darüber, dass man versuchen muss, an dieser zweifellos sehr schwierigen Situation etwas zu verändern. Vorschläge dazu sollen erarbeitet werden.

Gemeinderätin Monika Hoffman-Sailer stellte ihren Vorschlag vor, für Kochel auch ein Car-Sharing-Angebot mit Hilfe der DB („Flinkster“) zu erproben und bezog sich dabei auf das Beispiel Garmisch-Partenkirchen, wo ein solches Angebot bereits mit vier Stationen am Laufen ist. Auch die Gemeindeverwaltung nutzt dort dieses Angebot häufig.

Bernhard Schülein sprach die von der DB geplante Entsorgungsstation für Abwasser aus den Zug-Toiletten am Kocheler Bahnhof an (derzeit geplanter Standort: hinter der ehemaligen Güterhalle). Schülein verwies auf das Beispiel Murnau, wo man so eine Anlage bei Interesse schon südlich des Bahnhofs-Gebäudes besichtigen kann. In der Regel können an solchen Anlagen, die etwas Ähnlichkeit mit großen Zapfsäulen haben, die Züge dann auch Frischwasser für die Zug-WCs tanken. Die Frisch- und Abwasser-Schläuche sind mit Rollen an den Masten die auch die Beleuchtung tragen aufgehängt.

Die Kocheler SPD will sich weiterhin intensiv mit Verkehrsthemen beschäftigen und auch Lösungsvorschläge erarbeiten. -schue-

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